Wednesday, Oct. 18, 2017

Melody Gardot

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1. Juni 2012

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Melody Gardot

im November und Dezember in Deutschland auf Tour

Foto: Marek Lieberberg Konzertagentur | Konzerte in Berlin, Frankfurt, Köln und HamburgNeues Album „The Absence“ erfüllt von Sehnsucht und Verlust.   Melody Gardot hat auf einer Entdeckungsreise rund um den Globus Inspirationen und Eindrücke gesammelt, die sich in ihrem dritten Album „The Absence“ zu unterschiedlichen Klangfarben verdichten, getaucht in ihren einzigartigen, expressiven Stil. Mit der neuen CD beendet eine der außergewöhnlichsten und aufregendsten musikalischen Entdeckungen der letzten Jahre ein persönliches und künstlerisches Abenteuer, das sie von der Wüste Marokkos über Lissabon, Buenos Aires nach Hawaii und schließlich bis Brasilien führte.

Melody Gardot geht im Herbst mit diesen Songs auf Tour, denen die Essenz der exotischen Schauplätze anhaftet, während sie sich selbst dennoch stets treu bleibt. Das Publikum in Berlin, Frankfurt, Köln und Hamburg darf auf das Ergebnis dieser kreativen Abwesenheit gespannt sein.
Melody Gardot entfaltet den Zauber der Zerbrechlichkeit. Im Stile einer mysteriösen Nightclub-Diva scheint sie einem Cinema Noir-Klassiker zu entsteigen. Mit unsicheren Schritten bahnt sie sich den Weg auf die Bühne, wo sie Leidenschaft, Begehren und Enttäuschung, Liebe, Leid und Lust in Songs packt. Melody Gardot hat einen sehnsüchtig-sanften Blick, der auch das kälteste Herz zum Schmelzen bringt. Nur wenige Sängerinnen können Stimmungen und Gefühle so einfangen wie die 27-Jährige aus Philadelphia.

Im Scheinwerferlicht erscheint eine blonde, mondäne Schönheit, mit dunkler Brille und Gehstock, wie eine verwirrende Vision. Melody Gardot haucht Töne in das Mikrofon, die den Zuhörer mit einer ergreifenden Mischung aus Jazz, Blues, Swing und Folk verzaubern. Expressive Offenheit und Leidenschaft in der Stimme wecken Erinnerungen an Legenden wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald oder Nina Simone. Ihr subtiler Humor und ihr erzählerisches Talent verstärken die Anziehungskraft des Auftritts.
„The Absence“ beschreibt die Wirkung verschiedener Destinationen. In einem zerbröckelnden Palazzo in der Lissaboner Altstadt Alfama ließ sich Melody Gardot in jene undefinierbare Mischung aus Verlust und Sehnsucht, „Saudade“, gleiten. Das Lied „Lisboa“ spiegelt dieses Sentiment. In Buenos Aires bot der Tango den Hintergrund für eine andere Leidenschaft, von der die Menschen und Straßen erfüllt sind. Songs wie „Goodbye“ und „So We Meet Again, My Heartache“ entsprangen diesem Gefühl. In Brasilien fand sie die leuchtenden Farben der Landschaft, das Lachen der Menschen und den Samba, der sie von der Traurigkeit befreite. Hier entstanden „Mira“ und „Yemanjá“.
Melody hatte den Film ihrer Reise im Kopf, als sie Heitor Pereira kennenlernte. Der Filmkomponist, Produzent und Weltklasse-Sessiongitarrist erwies sich schon nach kurzer Zeit als perfekter Partner. Der in Brasilien geborene Produzent teilte Melodys Enthusiasmus, neue Wege des Western Pop, Jazz, Blues und Soul zu erkunden. Gemeinsam schrieben sie Songs wie „Se você me ama“ und „Amália“. Heitor schuf alle Orchesterarrangements und spielt Gitarre auf dem Album. Die Allstar-Band wurde durch John Leftwich (Bass), Paulinho da Costa (Percussion) sowie die Schlagzeuger Jim Keltner und Peter Erskine komplettiert.
Schon mit „My One And Only Thrill“, das in Deutschland eine Auflage von mehr als 220.000 erreichte, hatte Melody Gardot mühelos die Erwartungen übertroffen, die ihr beachtliches Debüt „Worrisome Heart“ auslöste. Von dieser CD ging exakt jener Nervenkitzel aus, den der Titel beschwört. Es schien, als näherten sich die Songs den Erfahrungen eines reifen Lebens, obwohl die Protagonistin erst Mitte zwanzig ist. Fingerschnippender Blues, brasilianische Rhythmen und sinnliche Balladen zeigten eine spürbare, ganz erstaunliche Reife.
Ihre Musik ist aus dem Schmerz eines schweren Unfalls geboren, bei dem die Sängerin als 19-Jährige erhebliche Kopf- und Beckenverletzungen erlitt. Seither ist sie auf einen Stock beim Gehen und eine dunkle Brille angewiesen, um sich vor zu starker Lichteinwirkung zu schützen. Als sie noch ans Krankenhausbett gefesselt war, hatte ihr Arzt zu einer Musiktherapie geraten. Er war fest davon überzeugt, dass dies ihr kognitives Verhalten nach einem solchen Trauma erheblich verbessern würde. Und er behielt Recht damit!  Noch während des Klinikaufenthalts nahm Melody Gardot ihre erste EP auf, „Some Lessons: The Bedroom Sessions“. Seither hat sie sich mit enormem Kämpferherz über ihre Behinderungen hinweggesetzt. Die Tragik der Ereignisse mit der Wendung zum Positiven mündete in öffentlicher Aufmerksamkeit und Anerkennung für ihr einzigartiges Talent, das wahrlich keines Mitleids bedarf.

Tourtermine:
29.10.2012     Mo.     Berlin |  Tempodrom
30.10.2012     Di.     Frankfurt  | Alte Oper
01.11.2012     Do.     Köln |  Philharmonie
03.11.2012     Sa.     Hamburg  |  Laeiszhalle
Links:  Melody Gardot

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