Wednesday, Oct. 18, 2017

Melody Gardot – 07. JUli in Stuttgart

Written By:

|

11. Dezember 2011

|

Posted In:

Melody Gardot – 07. JUli in Stuttgart

Melody Gardot – Der Zauber der Zerbrechlichkeit!  Am 7. Juli auf dem Jazzopen Stuttgart; Ergreifende Mischung aus Jazz, Blues, Swing und Folk

Den Zauber der Zerbrechlichkeit entfaltet Melody Gardot, die als eine der aufregendsten musikalischen Entdeckungen dieses Jahrzehnts gefeiert wird. Im Stile einer mysteriösen Nightclub-Diva scheint sie einem Cinema Noir-Klassiker zu entsteigen. Mit unsicheren Schritten bahnt sie sich den Weg auf die Bühne, wo sie Leidenschaft, Begehren und Enttäuschung, Liebe, Leid und Lust in Songs packt, die das Publikum fesseln. Am 7. Juli wird Melody Gardot im Rahmen des Jazzopen auf dem Stuttgarter Schlossplatz auftreten.

Sie übertraf mit ihrer aktuellen CD „My One And Only Thrill“ mühelos die Erwartungen, die sie mit ihrem beachtlichen Debüt „Worrisome Heart“ ausgelöst hatte. Melody Gardot hat einen sehnsüchtig-sanften Blick, der auch das kälteste Herz zum Schmelzen bringt. Nur wenige Sängerinnen können Stimmungen und Gefühle so einfangen, wie die 26jährige aus Philadelphia.

Im Scheinwerferlicht erscheint eine blonde, mondäne Schönheit, mit dunkler Brille und Gehstock, wie eine verwirrende Vision. Melody Gardot haucht Töne in das Mikrofon, die den Zuhörer mit einer ergreifenden Mischung aus Jazz, Blues, Swing und Folk verzaubern. Expressive Offenheit und Leidenschaft in der Stimme wecken Erinnerungen an Legenden wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Nina Simone und Peggy Lee. Ihr subtiler Humor und ihr erzählerisches Talent verstärken die Wirkung des Auftritts.

Von „My One And Only Thrill“ geht exakt jener Nervenkitzel aus, den der Titel beschwört. Es scheint, als näherten sich die Songs den Erfahrungen eines reifen Lebens, obwohl die Protagonistin erst Mitte zwanzig ist. Fingerschnippender Blues, brasilianische Rhythmen und sinnliche Balladen zeigen eine spürbare, ganz erstaunliche Reife.

Ihre Musik ist aus dem Schmerz eines schweren Unfalls geboren, bei dem die Sängerin als 19jährige erhebliche Kopf- und Beckenverletzungen erlitt. Seither ist sie auf einen Stock beim Gehen und eine dunkle Brille angewiesen, um sich vor zu starker Lichteinwirkung zu schützen. Als sie noch ans Krankenhausbett gefesselt war, hatte ihr Arzt zu einer Musiktherapie geraten. Er war fest davon überzeugt, dass dies ihr kognitives Verhalten nach einem solchen Trauma erheblich verbessern würde. Und er behielt Recht damit!

Noch während des Klinikaufenthalts nahm Melody Gardot ihre erste EP auf, „Some Lessons: The Bedroom Sessions“. Seither hat sie sich mit enormem Kämpferherz über ihre Behinderungen hinweggesetzt. Die Tragik der Ereignisse mit der Wendung zum Positiven mündete in öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung für ihr einzigartiges Talent, das wahrlich keines Mitleids bedarf.

Heute gilt Melody Gardot als „Singer/Songwriter-Phänomen“ und eine der hoffnungsvollsten Interpretinnen der letzten Jahre. Experten schwärmen von ihren provokativen, aber gleichzeitig vertraut wirkenden vokalen Qualitäten. Melody wird als „cool, kultiviert, inspirierend, stilvoll, redegewandt und sexy“ beschrieben.

Die Frankfurter Allgemeine rühmte in einer bemerkenswerten Konzertkritik die „aufs Wesentliche reduzierten Songs“, die zum „Schönsten gehören, was man seit langem in der sogenannten Unterhaltungsmusik zu hören bekommen hat“. Melody Gardot sei „eine Sängerin, wie man sie schon schnell auf den Konzertbühnen dieser Welt nicht wieder finden wird.“

„Melody Gardot singt mit einen der schönsten und erotischsten Vibratos der Gegenwart“, urteilte der Spiegel, während die Welt ihren Auftritt mit der Überschrift „Melody Gardot handelt mit Delikatessen“ beschrieb.

Foto: Marek Lieberberg Konzertagentur

Termin:
07.07.2012     Stuttgart  |  Jazz Open

Links:  Homepage

 

Share This Article

Related News

Circus Roncalli – 40 Jahre Roncalli Jubiläumstournee
BAR SEIBERT in Kassel | Das Kammerorchester Louis Spohr mit neuer Reihe
Roncalli´s Apollo Varieté Düsseldorf

About Author

S. Vomberg

Leave A Reply

Schreibe einen Kommentar