Wednesday, Oct. 18, 2017

The Stranglers – Britische Legende auf Deutschland Tour

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8. November 2011

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21.04.2012   Berlin / C-Club     |   23.04.2012    Hamburg / Fabrik      |  24.04.2012     Köln / Luxor .

Es sind nur noch drei Jahre bis zum 40. Bühnenjubiläum – und doch haben The Stranglers an Frische und konzertanter Kraft den meisten jungen Bands viel voraus. Noch immer ist es atemberaubend, das Quartett beim Performen einiger der unvergesslichsten Songs der New Wave-Ära zu erleben. Darunter natürlich die Generations-Hymne „Golden Brown“, ein Hit, der zu den meistgespielten im britischen Radio zählt. 23 ihrer Singles stiegen in die UK-Top 40, ebenso wie alle 16 Studioalben, von denen The Stranglers weltweit mehr als 1,5 Millionen Exemplare verkauften. Nach ihrer England-Tournee im März folgt im April das europäische Festland.

Die frühen 70er waren eine Zeit des Aufbruchs in der englischen Musik. Punk eroberte die Massen, parallel entwickelte sich eine vitale Psychedelic Rock-Szene. Dazwischen gab es viel Raum für neue Stile. Es war die Geburtsstunde des New Wave, und eine der ersten Bands, die die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit genoss, hieß The Stranglers. Sie hatten sich 1973 in Guildford zusammengefunden und verbanden Punk, Pop, Art und Psycheledic Rock sowie bissige, politische Texte zu einem eigenen Stil.

Gleich ihre zweite Single „Peaches“ stieg 1977 in die Top 10 der englischen Charts – ein Weg, dem auch die beiden Nachfolger „Something Better Change“ und „No More Heroes“ gingen. So wurden The Stranglers zu einer der bedeutendsten neuen Bands des Empire. Zwischen 1977 und 1981 eroberten fünf ihrer Alben die Top 10 – gekrönt von ihrem Hit „Golden Brown“, der als einer der wichtigsten Songs in der Geschichte des New Wave gilt.

Bis 1990 erschienen zehn Alben in der Urformation, dann stieg Sänger und Gitarrist Hugh Cornwell aus. Was für viele Bands einen existenziellen Verlust bedeutet hätte, war für The Stranglers verkraftbar. Ihr signifikanter Sound ruhte von Anfang an auf zwei weiteren Säulen: dem hochmelodiösen Bassspiel von Jean-Jacques Burnel und den verspielten Keyboard-Läufen Dave Greenfields. Auch das tighte, oftmals überraschende Drumming von Jet Black trug zu ihrem ungewöhnlichen Klang-Kosmos bei.

Mit der neuen Besetzung, ergänzt um Gitarrist John Ellis und Sänger Paul Roberts, setzten The Stranglers ihre Arbeit unbeirrt fort. Sechs weitere, erfolgreiche Alben wurden veröffentlicht. Gleichzeitig tourten sie ohne Unterlass, was auf 16 offiziellen Live-CDs dokumentiert ist. Seit ihrer letzten Platte „Suite XVI“ sind sie wieder ein Quartett, bestehend aus Burnel (der inzwischen auch den Leadgesang übernimmt), Greenfield, Black und dem 2000 hinzugestoßenen Gitarristen Baz Warne. Mit diesem Line-Up arbeiten sie seit zwei Jahren an einem neuen Album. Ob dies bis zur Tour fertiggestellt sein wird, ist noch unsicher. Sicher ist hingegen, dass ihre Konzertabende spannende Reisen durch die Geschichte der britischen Rockmusik werden.
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